Das TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon), auch Thyreotropin genannt, ist ein zentrales Hormon im Regelkreis der Schilddrüsenfunktion. Es wird in der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) gebildet und reguliert die Aktivität der Schilddrüse. Weitere Informationen finden Sie unter miavola

1. Bildung und Steuerung von TSH

  • TSH wird in der Hypophyse produziert.
  • Seine Ausschüttung wird durch das TRH (Thyreotropin-Releasing-Hormon) aus dem Hypothalamus angeregt.
  • Ein negativer Rückkopplungsmechanismus sorgt dafür, dass sich die Konzentration von Schilddrüsenhormonen (T3 und T4) im Blut im Gleichgewicht hält:
    • Hohe T3/T4-Werte → Hemmung der TSH-Produktion.
    • Niedrige T3/T4-Werte → Steigerung der TSH-Produktion.

2. Wirkung von TSH auf die Schilddrüse

TSH bindet an spezifische Rezeptoren in den Schilddrüsenzellen und bewirkt:

  • Stimulation der Jodaufnahme in die Schilddrüse.
  • Aktivierung der Hormonsynthese (Bildung von Thyroxin [T4] und Trijodthyronin [T3]).
  • Freisetzung von T3 und T4 ins Blut.
  • Wachstum der Schilddrüse (bei chronisch erhöhtem TSH kann ein Kropf entstehen).

3. Bedeutung von TSH im Labor

Der TSH-Wert ist der wichtigste Parameter zur Beurteilung der Schilddrüsenfunktion:

  • Erhöhtes TSH → Hinweis auf eine Hypothyreose (Unterfunktion).
  • Erniedrigtes TSH → Hinweis auf eine Hyperthyreose (Überfunktion).
  • Normales TSH → meist normale Schilddrüsenfunktion, es sei denn, es liegt eine Störung der Hypophyse oder des Hypothalamus vor.

👉 Kurz gesagt: TSH ist das Steuerhormon der Schilddrüse, das wie ein Thermostat den Hormonhaushalt (T3/T4) reguliert.

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